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Wetter-News: DER WINTER IST EIN HARTNÄCKIGER GESELL, ERNEUT GAB E
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  vom Wetterdienst Q.met GmbH

Meldung vom 07.03.2010 08:08
DER WINTER IST EIN HARTNÄCKIGER GESELL, ERNEUT GAB E

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Wiesbaden (Q.met) - Tief Yve zog in der Nacht zum Samstag und am Samstag über uns hinweg nach Süden. Schnee verwandelte die Straßen in Rutschbahnen. Fünf Menschen wurden auf glatten Straßen getötet.

Der Winter gibt nicht auf. Schneetief Yve hüllte Deutschland wieder einmal in Schnee ein. Nur einige Gebiete im Nordosten blieben verschont. Am Freitagabend und in der Nacht zum Samstag ließ das Tief eine bis zu 20 cm hohe Schneedecke zurück. Das war offensichtlich zu viel, denn auf vielen Autobahnen ging nichts mehr. Lastwagen stellten sich quer und sorgten für unendlich lange Staus. Autofahrer mussten viele Stunden im Stau ausharren und mit Decken und warmen Getränken versorgt werden.
Bis in die neue Woche hinein bleibt es bei uns kalt, doch Schnee wird kaum noch erwartet. Erst im Laufe der Woche steigen die Temperaturen tagsüber langsam an, nachts bleibt es frostig und somit auch gefährlich auf den Straßen.
Der Winter 2009/2010 spielt nicht nur bei uns verrückt. Schlechte Karten haben derzeit Urlauber, die in Florida warmes Wasser und Sonne suchen. Dort ist es an der West- und Ostküste bei Wassertemperaturen von 12 bis 16 Grad zum Baden zu kalt. Normalerweise müsste es dort 4 bis 7 Grad wärmer sein. Selbst Seekühe leiden unter dem strengen Winter, einige sind an der Kälte gestorben. Während in Europa mit minus 56 Grad die zweittiefste Temperatur seit Menschengedenken erreicht wurde, ist es in Kanada viel zu warm. Dort weicht der Winter mit 3 bis 7 Grad zu hohen Temperaturen vom Mittel ab.
Für weitere Kapriolen sorgt der eher schwache El Nino, so regnet es in den letzten Tagen in der Wüste von Somalia und im Süden Äthiopiens so stark, das Erdrutsche verzeichnet wurden. Und auch der Südwesten Europas bekommt in diesem Jahr sein Fett weg. Dort fiel seit Jahresbeginn schon so viel Regen, wie sonst im ganzen Jahr.
Eine grundlegende Umstellung der weltweiten Luftströmung auf normale Verhältnisse ist in den kommenden 10 Tagen noch nicht in Sicht.

Bis zum nächsten Mal.

Karl Heinz Oberthier
Diplom-Meteorologe